• 05.09.2011 Befristung

    Zweidrittel aller Mitarbeiter in Bad Hersfeld sind befristet beschäftigt.   Bei ca. 4.800 Leuten sind das 3.200 Menschen, von denen jeder Einzelne mit der Ungewissheit leben und arbeiten muss ob er nächstes Jahr noch einen Job hat.

    Die Möglichkeit der Befristung von Arbeitsverhältnissen wurde vom Gesetzgeber geschaffen, in der Hoffnung dadurch die Entstehung von mehr Arbeitsplätzen zu fördern. Allerdings ist es nach wie vor so, dass die Mehrheit der Arbeitsverhältnisse in Deutschland undbefristet ist. Laut Mikrozensus im Jahre 2008 waren 8,9 % aller Beschäftigungsverhältnisse befristet. Bei Amazon in Bad Hersfeld sind es ca. 66%. Mit dieser Quote liegt Amazon also weit über dem Schnitt. mehr...

  • 22.08.2011 amazon

    Amazon wächst. Und zwar massiv. Der Umsatz des Unternehmens stieg im 2. Quartal im Vergleich zum selben Zeitraum im letzten Jahr um 50%. Das heißt, es müssen auch viel, viel mehr Waren verpackt und verschickt werden. Das sehen wir natürlich positiv, denn das schafft Arbeitsplätze und jeder der bereits dort arbeitet, muss sich weniger Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz machen.

    Es darf uns bei Arbeitsplätzen aber nicht nur um die reine Masse gehen, denn wir leben nicht um zu arbeiten, sondern wir arbeiten um zu leben. Und genau bei diesem Punkt, bei der Qualität der Arbeitsplätze muss Amazon noch mächtig nachlegen. Zum Teil weil sie Probleme haben mit dem eigenen Wachstum klarzukommen, zum Teil aber auch weil durch schlechte Bedingungen gezielt Druck ausgeübt wird.

    Hier sehen wir die größten Probleme: mehr...

  • 16.08.2011 amazon

    Mit Pomp und Gloria wurde uns auf dem letzten All Hands die „mehr als deutliche“ Lohnerhöhung ab September angekündigt. Demnach soll Tier 0 um 6%; Tier 1 um 4,6% und Tier 2 und 3 um 3% erhöht werden.
    Das wären durchaus auch beeindruckende Zahlen, wäre es nicht die erste Lohnerhöhung seit über 5 Jahren. mehr...

  • 11.08.2011 Aktion

    Schon zu Beginn der Frühschicht wurden die Amazonier heute mit Infos zum überzogenen Leistungsdruck empfangen. Mit dabei ein Aufkleber, den sich alle gut sichtbar während der Schicht auf die Kleidung kleben sollten. " Stückzahlen? Ich gebe immer 100%" war die Botschaft. "Endlich passiert mal was, wir müssen ja auch mal loslegen und die Sachen anpacken" sagte ein Kollege. Und so wie ihm ging es vielen, denn allen werden ständig die Stückzahlen gemeldet, als würden sie nach Akkord bezahlt. Die Aktiven aus der ver.di-Betriebsgruppe waren auf jeden Fall sehr zufrieden, dass so viele mitgemacht haben und den Aufkleber während der Schicht getragen haben. Das Signal an die Geschäftsführung ist klar: "Wir lassen uns nicht ruhig stellen, wir wollen echt Verbesserungen." mehr...

  • 02.08.2011 Eingruppierung

    Sie haben in FRA3 jahrelang einen guten Dienst geleistet. Unsere Outbound Problem Solver mussten den Druck der Manager zu den Cut Offs ertragen und dem Stress, den der Job mit sich bringt, aushalten. Oft genug arbeiteten sie in Unterbesetzung.

    Schade nur, dass unsere „PSler“ offiziell gar keine sind. Während nämlich die Problemlöser in FRA1 die Gehaltsstufe Tier 2 erhalten, hat man sich in FRA3 das Geld gespart. Dort heißt die gleiche Arbeit „Andon Cord“, zu Deutsch Reißleine und wird mit Tier1 eine Stufe niedriger bezahlt. mehr...

  • 27.07.2011 amazon

    Genau wie in Bad Hersfeld, wächst auch bei Leipziger Amazoniern der Frust. Zwei Sachen haben jetzt das Fass zum Überlaufen gebracht:
    1. Amazon schickt Augsburger zum Anlernen nach Leipzig. Das Prob­lem: Amazon Augsburg hat den höchsten, Leipzig den niedrigsten Stundenlohn. So müssen Co-Worker Kollegen anlernen, die mehr verdienen als sie selbst. Klar gibt das Frust.
    2. Den Augsburgern wurde bei der Einstellung erzählt, dass sie von Anfang an mehr als 11,-€ verdienen. Im ersten Jahr mit wesentlich weniger nach Hause gehen, da­von war keine Rede.

    Der Protest kam schnell: mehr...

  • 26.07.2011 amazon

    Schelcht sind die Arbeitsbedingungen hier schon lange, denn die Halle ist sowohl für so viele Kollegen zu klein und auch für die vielen Rücksendungen reicht der Platz bei Weitem nicht. Aber damit nicht genug, bei C-Return darf das Tor für die "Frischluftzufuhr" nicht mehr geöffnet werden. Die Begründung: Das Tor ist nur mit einem Bauzaun gesichert und dieser Schutz reicht nicht aus. Die Obrigkeiten denken, es könnte was "rausgeschmuggelt" werden. Da unsere Abteilung sehr stark gewachsen ist und viele PCs im Dauerbetrieb sind,... mehr...

  • 18.07.2011 Lohn

    Oder vielleicht bei DHL nach den neuesten Büchern gestöbert? Vermutlich nein und die Frage macht ja auch wenig Sinn, da es sich um Logistikbetriebe und keine Händler handelt. Sie verkaufen also nichts, sondern transportieren nur vom sender zum Empfänger. Dieser Unterschied sollte eigentlich jedem einleuchten... mehr...

03. November 2015

Niederlage vor Gericht

Beschäftigte kämpfen weiter um einen Tarifvertrag

Ende September haben die Beschäftigten des Online-Versandhändlers Amazon erneut für einen Tarifvertrag gestreikt. Erstmals beteiligten sich auch Mitarbeiter/innen am Standort Pforzheim. Gestreikt wurde in insgesamt sechs Versandzentren, aber auch beim DVD-Verleiher und Video-Streaming-Dienst Amazon Prime in Elmshorn. In den vorhergehenden Wochen hatte Amazon versucht, Beschäftigten in Koblenz und Pforzheim zu untersagen, andere Kolleg/innen mit Flugblättern über Streiks zu informieren.

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23. September 2015

Der Versandhändler Amazon ist mit seinem Versuch gescheitert, der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zu untersagen, die Beschäftigten auf dem Betriebsgelände über Streiks zu informieren.

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17. September 2015

Amazon Pforzheim ist heute Vormittag vor dem Arbeitsgericht Pforzheim mit dem Versuch gescheitert, der Gewerkschaft ver.di per einstweiliger Verfügung die Verteilung von Flugblättern vor dem Personaleingang untersagen zu lassen.

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