Undercover bei Zalando: "Wer unbequem ist, wird entsorgt!"

Insider packen aus: Sitzen wird nicht gern gesehen

Nicht nur bei Amazon gibt es gute Gründe, für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen: Auch die KollegInnen bei Zalando sind mit unerträglichen Zuständen konfrontiert, wie diese Reportage von RTL zeigt:

Ein Klima, geprägt von ständiger Angst. Missstände, die sie im realen Arbeitseinsatz miterlebt hat - und das über drei Monate lang: Die Journalistin Caro Lobig hat sich Ende letzten Jahres undercover als Lagerarbeiterin bei dem Online-Versandhändler Zalando in Erfurt beworben.

  • Waaaaaaaaaaas? Ähnliche Zustände? Hat Euch jemend ins Hirn geschissen? Ich glaube das es uns um Längen besser geht als bei Zalando. Kommt mal klar.

    Kommentar von: Hans Bond - 16.04.2014, 15:08
  • So sah's bei Amazon aus, bevor es Betriebsräte und Betriebssanitäter gab.

    Kommentar von: Ruhrpott - 16.04.2014, 15:40
  • Zalando hat übrigens mittlerweile Anzeige gegen die Journalistin wegen des Verrat vons Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen erstattet. Bwahahahaha.

    BTW, das Captcha-System ist immer noch unter aller Sau. Mit "richtig eingeben" hat das eher wenig zu tun, das ist ein reines Glücksspiel. "Neu generieren" klappt auch nicht.

    Kommentar von: Ruhrpott - 16.04.2014, 16:02
  • Ähnliche Zustände

    Tja, der einzige mit Fäkalienspuren im Lymbischen System scheint wohl obiger "Hans Bond" zu sein.
    Wer so blind ist, die ähnlichkeiten dieses perfide System des Leistungsdrucks und Überwachung nicht zu bemerken, muss wohl mit Fäkaler Merkbefreitheit geschlagen sein.
    Und das wird beileibe noch nicht das Ende der Fahnenstange gewesen sein.
    Die "Jamba Brothers" bei Zalando haben schon in der Vergangenheit mit Ihrer Klingelton Abzocke gezeigt, wie man auf dem Rücken von ahnungslosen Schafen einen haufen Kohle scheffelt - jetzt "perfektionieren" Sie halt das Amazon'sche System rücksichtslos und die dummen Schafe schreien vor Glück dazu.
    Schlichtweg wiederlich!

    Kommentar von: Alfred Tetzlaff - 16.04.2014, 20:00
  • Kann nur zustimmen, dass es, bis zur Gründung des Beteriebsrates, in Leipzig sehr ähnlich zuging wie in dem Bericht geschildert.

    Kommentar von: Noch 'n'Leipziger - 16.04.2014, 22:29
  • Verdi will sich nach Onlinehändler Amazon auch Zalando vornehmen

    Düsseldorf (Reuters) - Die Gewerkschaft Verdi will bei Europas größtem Online-Modehändler Zalando den Fuß in die Tür bekommen, um dort langfristig bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen.

    "Wir sind dabei, die Kollegen bei Zalando zu organisieren", sagte der bei der Gewerkschaft Verdi für Versand- und Onlinehandel zuständige Stefan Najda am Donnerstag. "Wir haben Zalando am Wickel, wir suchen Kontakt zu den Kollegen", fügte er hinzu. Noch gebe es bei Zalando aber keine Betriebsräte, beklagte er. Grund dafür sei auch, dass es bei Zalando fast nur befristete Arbeitsverträge gebe - so sei es schwer für die Arbeitnehmer, sich zu organisieren. "Zalando soll Betriebsratswahlen zulassen", forderte Najda. Noch stecke Verdi bei dem Unternehmen aber in den Kinderschuhen, räumte er zugleich ein. Derzeit versucht Verdi mit immer neuen Streiks, beim Konkurrenten Amazon(AMZN.O: Kurs) einen Tarifvertrag und höhere Löhne durchzusetzen.

    "Wir haben aktuell keine Betriebsräte", bestätigte ein Zalando-Sprecher. "Aktuell gibt es den Wunsch danach aber auch nicht bei den Mitarbeitern", fügte er hinzu. Ändere sich dies, werde sich das Zalando-Management nicht gegen Betriebsräte sperren, unterstrich er. Der Sprecher bestätigte, dass der Anteil von Arbeitnehmern mit Ein-Jahres-Verträgen im Verteilzentrum Erfurt mit rund 2000 Beschäftigten bei rund 80 Prozent liege. Das sei aber auch darin begründet, dass das Verteilzentrum erst gut zwei Jahre alt sei und Mitarbeiter zunächst generell nur befristet eingestellt würden. Der Anteil an unbefristet eingestellten Arbeitnehmern solle ansteigen. Im 2011 eröffneten Zentrum Brieselang sei etwa ein Drittel der Mitarbeiter unbefristet angestellt.

    Gewerkschafter Najda beklagte, während es bei Amazon schon erste Verbesserungen für die Arbeitnehmer gebe, sei Zalando "selbst davon noch weit entfernt". So liege der Stundenlohn bei Zalando deutlich unter dem bei Amazon - dessen Erhöhung Verdi ebenfalls durchsetzen will. Bei Amazon beträgt der Einstiegslohn mindestens 9,55 Euro die Stunde, bei Zalando sind es dem Sprecher zufolge aktuell 8,79 Euro. Die Beschäftigten können sich aber auf eine Erhöhung einstellen: Der Stundenlohn solle auf über 9,00 Euro angehoben werden, kündigte der Sprecher an.

    Die Gewerkschaft Verdi habe bei Zalando zudem nur wenige Mitglieder, betonte der Zalando-Sprecher. Das Zalando-Management sei zu Gesprächen mit der Gewerkschaft bereit - aber in Erfurt habe es etwa bislang noch keine solche Anfrage von Verdi gegeben.

    Zalando betreibt in Deutschland drei Logistikzentren - in Brieseland, Erfurt und Mönchengladbach. Erfurt ist dabei mit rund 2000 Mitarbeitern der größte Logistik-Knotenpunkt, danach folgen Brieseland mit rund 1000 und Mönchengladbach mir rund 800 Beschäftigten.

    In Finanzkreisen wird Zalando seit Jahren als Börsenkandidat gehandelt. Der mit dem den TV-Werbeslogan "Schrei vor Glück" bekannt gewordene Onlinehändler kann ein rasantes Umsatzwachstum ausweisen - Gewinn schreibt er aber nicht. Größter Zalando-Anteilseigner mit gut 36 Prozent ist der schwedische Finanzinvestor Kinnevik(KINVb.ST: Kurs). Gegründet wurde Zalando von den Berliner Internet-Unternehmern Marc, Oliver und Alexander Samwer, weitere Anteilseigner sind der dänische Modeunternehmer Anders Holch Povlsen (zehn Prozent), Holtzbrinck Ventures und Tengelmann sowie der kanadische Pensionsfonds OTPP. Kinnevik-Chef Lorenzo Grabau hatte Reuters zuletzt gesagt, es gebe mit Blick auf einen Börsengang von Zalando noch keine Entscheidung.

    Kommentar von: Stefan - 18.04.2014, 10:03
  • Der Boss von Zalando Erfurt war OPS in FRA1

    darum kommt uns das Ganze auch so bekannt vor. Die Arbeitsplätze und das Belauern der Mitarbeiter war wohl eine Spezialität dieses Herrn. Dafür mochten ihn alle besonders gern. Da sind noch andere von uns hingegangen.

    Kommentar von: Pfingstochse - 02.05.2014, 16:35
  • Naja, Herr Walraff und Frau Lobig

    Richtig und gut ist der Angriff auf die unmenschlichen und nicht zeitgemäßen Arbeitsbedingungen in solchen neoliberalen Unternehmen.
    Super ist auch deutlich zu machen, dass derartiges Handeln ganz negative Auswirkungen auf die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft hat.
    Und übrigens, Du "Möchtegernbond" ,
    Wer Amazon vom Anfang an kennt, kennt genau diese "Sauereien".
    Die Arbeitsplätze der jeweiligen Kollegen aber mit Boykottaufrufen vernichten zu wollen, trifft nicht unseren Nerv. Es ist keinem geholfen, wenn sich die Tausenden dann anderen Sklavenhaltern anbieten müssen. Und alle auf die Barrikaden schicken ohne echte Alternativen bieten zu können, kanns doch wohl auch nicht sein.
    Auch solche Initiativen spalten und schaden unserem Kampf um eine menschlichere Arbeitswelt und damit auch Gesellschaft.

    Kommentar von: fliegendes urgestein - 05.05.2014, 08:23
  • Wer sich mit den Mitarbeitern solcher Unternehmen solidarisch zeigen will, kann das auf vielfältige Weise tun.

    Beispielsweise Beschwerdebriefe an die Geschäftsleitung schicken. Eventuell eine Kopie an die zuständige Gewerkschaft. Und wenn mal gesteikt werden sollte, gerade am Streiktag viel bestellen, auch wenn man's gar nicht so dringend braucht. ;-)

    Und wenn sich die Lieferung dann entgegen aller Beteuerungen der Geschäftsleitung tatsächlich verzögern sollte, nicht über die streikenden Arbeitnehmer schimpfen, sondern vielleicht noch mal einen Beschwerdebrief an die Geschäftsleitung schicken, dass man es unerhört findet, wie die Forderungen der Belegschaft einfach ignoriert werden und damit riskiert wird, dass durch legitime Maßnahmen des Arbeitskampfes Kundenversprechen nicht eingehalten werden.

    Kommentar von: Ruhrpott - 06.05.2014, 17:50
  • Kommentar von: Ruhrpott - 16.05.2014, 18:25
  • Ich kapiere es nicht

    Ich kapiere es nicht, dadf Mc Donald's es immer noch nicht kairept hat, dadf es auch zahlreiche Vegetarier gibt, die zum Essen in eine Mc Donald's Filiale kommen. Es sind nur sehr wenige Angebote im Programm:Pommes,Salat,Ke4sewfcrfelIch finde diese Ke4sewfcrfel auch noch sehr teuer, es sind nur vier Stfcck in einer Packung!Gehe ich dagegen zu Burger King, bekomme ich als Vegetarier sehr viel vegetarische Angebote pre4sentiert:Verschiedene Salate,Cuntry Burger,und noch einen Burger, dessen Namen ich gerade nicht weidf,Pommes,Zwiebelringe,und oft noch extra Angebote.Warum klappt das nicht bei Mc Donald's? Es sind doch beides amerikanische Konzerne, oder irre ich mich?Grudf RosarioA.Thailand: Wenn Du so denkst, brauchstr Du ja auf diese Frage nicht zu antworten. Ich finde Deine Meinung unversche4mt. Auch Vegetarier haben Hunger und mf6chten mal was schnelles essen. Bei Burger King klappt es doch auch! Da gibt es ein reichhaltiges Angebot ffcr Vegetarier.

    Kommentar von: Ich kapiere es nicht - 18.06.2014, 01:27
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