Ab Mai gibt's mehr...

...im Handel in NRW

Der letzte Tarifabschluss im Handel hat gezeigt: Kämpfen lohnt sich. Arbeitgeber und ver.di haben ausgehandelt, dass es ab Mai 2014 nochmal 2,1% mehr Lohn für alle gibt. Nicht nur im Einzelhandel. Auch im Versandhandel. Nur nicht bei amazon. Warum?

Amazon ist nicht tarifgebunden und möchte noch nicht einmal mit ver.di reden. Amazon meint, dass ver.di ist eine „externe“ dritte Partei und nicht mehr zeitgemäß ist.

Nein! - ver.di, das sind wir!

Wir, die Beschäftigten von amazon sind Mitglieder der Gewerkschaft und setzen uns dafür ein, dass wir alle zukünftig auch an den Tariferhöhungen des Versandhandels teilnehmen und regelmäßig mehr bekommen. Und, dass es für gute Arbeit auch gutes Geld gibt. Gerecht, ohne Willkür und mit einem Tarifvertrag!

Also: Mach mit! Werde auch du Mitglied bei ver.di und kämpfe gemeinsam mit uns für gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne! Denn wir alle haben mehr verdient!

Nur gemeinsamsind wir stark!

  • Bei Amazon kannst du noch so gut sein, aber wenn du zu teuer wirst dnn kannst du gehen und nach 6 Monaten für 300 Euro Brutto weniger wieder anfangen

    Kommentar von: heike - 05.05.2014, 12:57
  • Einspruch, euer Ehren. Die Amazon-eigene Sechs-Monats-Sperre ist völliger Humbug. Wenn dein Vertrag ausläuft und ein paar Monate später rufen sie dich wieder an, kannst du (natürlich erst NACH Vertragsunterzeichnung) mal versuchen, gemäß §14 Abs. 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz ein unbefristetes Arbeitsverhältnis feststellen zu lassen. Ver.di ist dabei gerne behilflich.

    Kommentar von: Ruhrpott - 06.05.2014, 17:44
  • Es bestehen jedoch Unterschiede in der Art des befristeten Arbeitsverhältnisses. So ist zum Beispiel in der zum Q4 üblichen Weihnachts-peak-Zeit eine Befristung mit sachlichem Grund gemäß §14 Abs. 1 TzBfG möglich und in der Praxis bei Amazon auch durchaus üblich. Desweiteren kann ein Unternehmen in den ersten 4 Jahren nach dessen Gründung (z.B. Amazon Pforzheim) auch ohne sachlichen Grund über die gesamten 4 Jahre ein befristetes Arbeitverhältnis (auch mehrfach verlängert) aufrechterhalten

    Kommentar von: Inside-Amazon - 07.05.2014, 20:18
  • TzBfG

    @Inside-Amazon, die vier Jahre würde ich als Arbeitnehmer in jedem Fall prüfen lassen.
    So geht der §14 Abs. 2a TzBfG weiter:
    Dies gilt nicht für Neugründungen im Zusammenhang mit der rechtlichen Umstrukturierung von Unternehmen und Konzernen. Maßgebend für den Zeitpunkt der Gründung des Unternehmens ist die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, die nach § 138 der Abgabenordnung der Gemeinde oder dem Finanzamt mitzuteilen ist. Auf die Befristung eines Arbeitsvertrages nach Satz 1 findet Absatz 2 Satz 2 bis 4 entsprechende Anwendung.

    Kommentar von: Pfingstochse - 08.05.2014, 05:18
  • Und genau deshalb kann eine Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft auch bei vertraglich "befristetem" Arbeitsverhältnis hilfreich sein. :-)

    Kommentar von: Ruhrpott - 08.05.2014, 16:22
  • Beispielsweise kann man die Zulässigkeit einer eine Befristung mit Sachgrund anfechten, wenn zur selben Zeit Mitarbeiter zu ansonsten identischen Bedingungen sachgrundlos befristet eingestellt werden. Wieso besteht für Mitarbeiter 1 ein Sachgrund ("Saisongeschäft"), für Mitarbeiter 2 aber nicht? Den Sachgrund nur zur Aushebelung des Anspruchs auf ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis zu nutzen, dürfte rechtlich arg fragwürdig sein.

    Kommentar von: Ruhrpott - 08.05.2014, 16:25
  • Jetzt patentiert sich Amazon die Methode "fotografieren vor ausgeleuchtetem weißem Hintergrund ohne Schattenwurf".

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/amazon-fotografen-verspotten-das-neue-studio-patent-a-968464.html

    Erste Frage: Wer hat da beim USPTO geschnarcht?

    Zweite Frage: Wie groß stehen die Chancen, dass Amazon gleich den ersten Prozess verliert und das Patent wieder aberkannt bekommt?

    Laut amerikanischem Patentrecht muss ein Patent drei Anforderungen erfüllen: Es muss "neuartig" sein, "nützlich" und darf "nicht offensichtlich" sein. Aus meiner Sicht sind zwei der Anforderungen nicht erfüllt.

    Kommentar von: Ruhrpott - 09.05.2014, 18:46
  • egal wie, hauptsache ohne Kosten im Gespräch

    Kommentar von: fliegendes Urgestein - 09.05.2014, 18:52
  • wenn der geneigte mitarbeiter/in sich erst zum klingeln, welches zum pausende hin zu hören ist, die pause beendet und sich zum arbeitsplatzt begibt, verstößt er/sie gegen welche rechtlichen arbeitsauflagen?

    Kommentar von: willgrillen - 09.05.2014, 21:24
  • Unterschriften Sammlung gegen Verdi! KW 26 Pro Amazon Werne

    Als ob Amazon einlenken würde, nur weil mal wieder ein paar Mitarbeiter vor den Toren die Fahnen schwenken oder Knoppers verteilen.

    Wir gehen dagegen vor!

    Vorbild Leipzig

    Ab KW 26 wird es eine Pro Amazon Kampagne geben!

    Wer jetzt ueber Streik nachdenkt gefährdet unserer Meinung nach bei einem noch nicht verlängerten Mietvertrag unsere Jobs!

    <<<Pro Amazon>>>

    Kommentar von: Lead - 03.06.2014, 17:49
  • Wunderbar, solche Rektalkrabbler brauchen wir. ;-)

    Wie heißt es so schön: Geliebt wird der Verrat, nicht der Verräter.

    Glaubt bloß nicht, dass Amazon irgendeinen von euch für eure Liebdienerei auch nur einen Deut lieber hat. Auch hundert Pro-Amazon-Kampagnen bringen euch weder auf der Karriereleiter weiter, noch sichern sie irgendwelche Arbeitsplätze.

    Wenn der Arbeitgeber den Entschluss gefasst hat, Mitarbeiter loszuwerden, dann wird er dies tun. Wenn der Arbeitgeber den Entschluss gefasst hat, einen Standort aufzugeben, dann wird er dies tun. Kein Ich-liebe-Amazon-T-Shirt, kein Mein-Manager-ist-geilste-von-Welt-Geschleime macht irgendeinen von euch zum Liebling der Geschäftsleitung. Hinterrücks lachen die nur über euch, weil ihr so naiv seid und aktiv an der Spaltung der Belegschaft mitwirkt.

    Der einzige Weg, seine Überlebenschancen im Betrieb zu steigern, heißt "Solidarität". Wenn die Belegschaft geschlossen und organisiert dasteht und dem Arbeitgeber die Stirn bietet, dann hat das deutlich mehr Aussichten auf Erfolg als wenn sich ein paar Irrgeleitete zu supermegaübertreuen Gefolgsleuten aufschwingen und damit den eigenen Kollegen in den Rücken fallen.

    Es gibt absolut kein Szenario, in dem Mitarbeiter, die sich beim Chef anbiedern, auf Dauer überleben können. Wenn sie nicht von den eigenen Kollegen zerfleischt werden, geraten sie irgendwann unter die Räder, wenn der Arbeitgeber keinen Nutzen mehr in ihnen sieht.

    Und dann hilft euch auch kein T-Shirt mehr.

    Kommentar von: Ruhrpott - 03.06.2014, 20:14
  • Wenn man in der Facebook-Gruppe so mitliest sind sogar Hauptakteure der Pro Amazon-Kampagne nicht verlängert worden. Herr Kleinschm. z.B. Oder jemand der auch in Fernsehberichten seinene Arbeitgeber gepriesen hat.

    Wer also glaubt durch Lobhudelei der Geschäftsleitung einen Festvertrag zu bekommen, liegt falsch.

    Kommentar von: Fisch - 03.06.2014, 21:51
  • Man stelle sich mal vor:

    Da ist man noch befristet und hofft, seine Chancen auf Verlängerung bzw. Entfristung zu verbessern, indem man sich zu einer Pro-Arbeitgeber-Gruppe zusammenschließt und als solche nach außen auftritt.

    Und der Arbeitgeber erklärt freudestrahlend der Presse, dass zahlreiche Arbeitnehmer nicht mit den Zielen der Gewerkschaft einverstanden sind, sondern vielmehr dem Arbeitgeber die Treue halten.

    Und dann ist dem Arbeitgeber abgesehen von der bloßen Existenz dieser Pro-Arbeitgeber-Gruppe völlig egal, wer eigentlich Mitglied dieser Gruppe ist. Hauptsache, es gibt sie, macht sich gut in Presseerklärungen.

    Und dann gibt es für die ach so arbeitgebertreuen Arbeitnehmer ein böses Erwachen, wenn ihr Vertrag wider Erwarten nicht verlängert wird, obwohl sie doch soooo treu waren.

    Da muss man sich eigentlich ziemlich ver*****t vorkommen.

    Kommentar von: Ruhrpott - 04.06.2014, 00:21
  • Das hat nichts mit Rektalkrabbeln zu tun!

    Aber da sieht man mal wieder wie Verdi alles verdreht.


    Wie gesagt wir arbeiten nicht bei einem Arbeitgeber den wir anscheinend nicht mögen!

    Dann steht es ja jedem frei zu gehen.


    Ist eig. auch egal wir brauchen ja nicht weiter reden, im Prinzip weiß jeder das Verdi es nicht schaffen wird uns sich nur lächerlich macht!


    Bis dahin

    Kommentar von: ;Lead 14 - 04.06.2014, 14:07
  • Es besteht ein Unterschied darin, ob man seinen Arbeitgeber "mag" oder ob man widerspruchslos mit allen Entscheidungen des Arbeitgebers einverstanden sind.

    Die Wirtschaftsgeschichte Nachkriegsdeutschlands ist voll von Arbeitskämpfen. Das waren nicht alles ewig unzufriedene Querulanten. Vielfach waren das einfach ehrliche, hart arbeitende Menschen, die der Ansicht waren, dass der Arbeitgeber ihnen ruhig etwas mehr vom Kuchen abgeben kann, wenn er schon hohe Gewinne auf dem Rücken der Belegschaft erwirtschaftet. Der soziale Frieden war viele Jahre lang Wirklichkeit, aber er musste hart erkämpft werden.

    Wer heute der Ansicht ist, ein um jeden Preis wachsender Arbeitgeber, der die Konkurrenz nach allen Regeln der Kunst plattwalzt, habe als faktischer Marktbeherrscher nicht die unternehmerische Verantwortung, auch konkurrenzfähige (und das heißt für mich klar tarifgebundene, idealerweise sogar übertarifliche) Löhne zu zahlen, der hat irgendwas arg falsch verstanden.

    Noch mal: Amazon ist nicht irgendeine kleine Klitsche, die sich den Lohn der Mitarbeiter gerade so leisten kann. Amazon ist ein "Global Player", der Unsummen an Geld erwirtschaftet. Wenn Amazon versucht, Lohnkosten zu drücken (sei es durch Befristungen fernab jeglicher "saisonal" bedingter Notwendigkeiten, sei es durch Kürzung unproduktiver" Tätigkeiten, sei es vielleicht irgendwann mal durch Stellenabbau oder Standortverlagerungen), dann geschieht dies nicht unbedingt deshalb, weil Amazon finanziell in Schwierigkeiten ist. Arbeitgeber tun dies schlicht und ergreifend aus dem Grund, weil sie Arbeitnehmer nicht primär als Menschen wahrnehmen, sondern als Kostenfaktoren. Und Unternehmen, die den Hals nicht voll bekommen, versuchen, die Kosten über jedes vernünftige Maß hinaus zu drücken. Und wo spart man (vermeintlich) am leichtesten? Am Personal.

    Es soll Unternehmen geben, die an der eigenen Gier regelrecht zerbrochen sind, weil sie irgendwann so sehr am Personal gespart haben, dass es letztendlich nicht mehr genug fähige Mitarbeiter gab, um das Unternehmen am Laufen zu halten. Die Schuld gibt man in solchen Fällen natürlich immer der Gewerkschaft.

    Ich bleibe dabei: Nur mit einer starken Gewerkschaft und Tarifbindung haben wir eine ehrliche Chance, unsere Arbeitsplätze zu sichern. Alles andere ist blinder Irrglaube Marke "Mein Chef will immer das Beste für mich."

    Kommentar von: Ruhrpott - 04.06.2014, 21:47
  • Wir brauchen kein Verdi in Werne!

    Kommentar von: Receiver - 05.06.2014, 13:20
  • Genau gebe ich dir recht!!!

    Kommentar von: 100% - 05.06.2014, 14:15
  • Wieso, habt ihr schon eine tarifliche Absicherung? ;-)

    Kommentar von: Ruhrpott - 05.06.2014, 17:55
  • Ich glaube nicht das man seinen Vertrag hier offen legen sollte!


    Aber wie gesagt wir wollen/brauchen kein Verdi in Werne!

    Kommentar von: Lead 15 - 05.06.2014, 20:03
  • Auch ohne Tarif sind wir zufrieden!!!

    Kommentar von: Receiver - 05.06.2014, 20:04
  • Und woher nimmst du dir das Recht für alle Arbeiter in Werne zu sprechen? Ob die Leute "ver.di brauchen" entscheiden sie immer noch selbst.

    Kommentar von: DerFisch - 05.06.2014, 21:05
  • Ich rede hier für unsere Abteilung!

    Kommentar von: Receiver - 05.06.2014, 21:22
  • Bist du noch in der Temp-Zeit? Wan gab es für Level 3 in Werne die letzte Lohnerhöhung? Die Lebenshaltungskosten steigen, kann Amazon da mit den Löhnen mithalten? Oder gibt es doch wieder nur Brotkrümel fürs Fußvolk?

    Wieso seid ihr bereit, freiwillig auf Urlaubsgeld und ein anständiges (!) Weihnachtsgeld zu verzichten? Kloppt ihr so viele Überstunden und lasst die euch auszahlen? Auf Dauer auch kein Zustand.

    Jeder, der ernsthaft die Meinung vertritt, sein Lohn bei Amazon sei angemessen und er verdiene nicht mehr, hat entweder ein Problem mit seinem Selbstwertgefühl oder zieht irgendwelche Aktionen ab, die nicht im Arbeiztsvertrag stehen. Und das ist nicht wirklich fair den Kollegen gegenüber.

    Kommentar von: Ruhrpott - 06.06.2014, 09:10
  • Mit Überstunden kann man hier gut Geld verdienen! Und die restlichen Zahlungen sind auch Okay!

    Kommentar von: ;Lead 14 - 06.06.2014, 13:26
  • Unterschriften Sammlung gegen Verdi! KW 26 Pro Amazon Werne

    Wir sind zufrieden mit unserem Gehalt!


    Weiter so Amazon

    Kommentar von: Lead 15 - 06.06.2014, 15:58
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