Erster Streiktag bei Amazon ein Erfolg

Respekt und Anerkennung durch Tarifverträge

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wertet den ersten Tag der Streiks bei Amazon an diesem Montag als Erfolg. An den Arbeitskampfmaßnahmen hatten sich bis zum Mittag an den vier Standorten Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Graben (Bayern) und Rheinberg (Nordrhein-Westfalen) insgesamt rund 2.000 Beschäftigte beteiligt. „Zum ersten Mal streiken die Beschäftigten bei Amazon dabei vom ersten Moment an vier Standorten gleichzeitig. Und es wird nicht der letzte Streik gewesen sein. Die Beschäftigten fordern ihr Recht auf einen Tarifvertrag und auf würdige und existenzsichernde Arbeitsbedingungen.

Sie stellen sich gegen Arbeitshetze, unzureichenden Gesundheitsschutz und dagegen, dass Amazon einseitig die Einkommen diktiert“, sagte Stefanie Nutzenberger, ver.di- Bundesvorstandsmitglied und zuständig für den Handel. Die Streiks hatten von Sonntag auf Montag mit der Nachtschicht in Bad Hersfeld begonnen. In den frühen Morgenstunden schlossen sich dann in Bad Hersfeld und an den anderen drei Standorten die Früh- bzw. Spätschichten an. Die Arbeitsniederlegungen sollen bis Dienstag (23. September) zum Ende der Spätschicht andauern.

Amazon betreibt in Deutschland insgesamt neun Versandzentren, zwei davon im hessischen Bad Hersfeld. Bis heute weigert sich das Unternehmen, Tarifverhandlungen zu führen. Seit Mai 2013 haben deswegen Beschäftigte von Amazon immer wieder gestreikt. An den einzelnen Standorten finden zudem jenseits der Streiks regelmäßig Aktionen der Belegschaft zum Thema mangelnder Gesundheitsschutz, unzureichende Pausenregelungen oder die hohe Anzahl an Befristungen und damit für gute und unbefristete Arbeitsverhältnisse statt.

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