Streik bei Amazon: Lokalzeit aus Duisburg vom 22.09.2014

Bei Amazon in Rheinberg haben die Mitarbeiter die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Verdi hatte an insgesamt vier Standorten zu Streiks aufgerufen. Sie fordert, die Beschäftigten nach den Tarifen für den Einzelhandel zu bezahlen und nicht, wie bei Amazon üblich, nach den Tarifen aus dem Bereich der Logistik.
Lokalzeit aus Duisburg

Lokalzeit aus Duisburg

  • Das Trommler/Mundharmonika-Duo (zu Beginn des Beitrags kurz zu sehen) war eines der absoluten Highlights am Montag. Großartige Stimmung.

    Einziger Wermutstropfen: Liebe Frühschicht, was ist los mit euch? Die Spätschicht hat euch zahlenmäßig weit übertroffen, dass kann's doch nicht sein!

    Besonders ärgern mich die Begründungen von Kollegen, die sogar Ver.di-Mitglieder sind (einige davon habe ich selbst geworben!) und trotzdem arbeiten gehen: "Ich wusste nicht, dass heute gestreikt wird, jetzt bin ich auf Arbeit eingestellt", "Ich kann meine Kollegen doch nicht die ganze Arbeit allein machen lassen", und natürlich der alte Klassiker "draußen ist es zu kalt"... Setzt euch meinetwegen ins Auto, aber nur der Temperatur wegen arbeiten gehen... Ist doch kein Schönwetterstreik. Pfft.

    Die Area Manager hatten natürlich allesamt Schiss in der Buchse. Einige der Ausreden waren zumindest einigermaßen originell. :D

    Kommentar von: Ruhrpott - 23.09.2014, 18:11
  • Großer Dank von mir übrigens an alle Kollegen, die
    1) zwar nicht Mitglied von Ver.di werden wollen, sich aber dennoch aus Solidarität am Streik beteiligt haben
    2) trotz befristetem Vertrag klar Flagge bekannt haben und beigetreten sind
    3) ihren wohlverdienten Urlaub unterbrochen haben, um sich an den Streikaktionen zu beteiligen.

    Kommentar von: Ruhrpott - 23.09.2014, 19:47
  • Solche Ausreden sind natürlich wirklich ärgerlich :/ Vielleicht hatten einige dann doch Angst und wollten es nicht offen sagen. Also wenn sie auch heute und Mittwoch nicht dabei sind, stehen sicher ein paar persönliche Gespräche an, damits nächstes mal noch besser wird. Aber dennoch war Rheinberg ein toller Erfolg! Ob da nun Überstunden geschoben werden? :)

    Kommentar von: Fisch - 23.09.2014, 22:01
  • Streik in Werne am 24.09.14

    Werne wird das erste mal bestreikt oh ha das kann ja was werden!

    Kommentar von: Werner Amazonier - 23.09.2014, 22:45
  • Und ob das was wird

    Da wird was auf Euch zukommen.....GARANTIERT :D

    Kommentar von: Alfred Tetzlaff - 24.09.2014, 00:28
  • Also ich bin ja nicht fuer Verdi....aber ich bin interessiert daran zu schauen ob unser Notfall Plan so nennen wir ihn mal standhält....also euch alles gute fuer den ersten Streik auch wenn ich selbst nicht dafuer bin!

    Kommentar von: Werner Amazonier - 24.09.2014, 06:50
  • Rechtswidriger Streik von VER.DI bei AMAZON GERMANY

    Der Streik ist Rechtwidrig .

    Ich kann AMAZON nur RATEN nach Polen zu gehen.

    Unsere Regierung müsste viel HÄRTER DAGEGEN VORGEHEN.

    Dr. Krueger

    Unternehmens Beratung

    Kommentar von: Dr. Krueger - 24.09.2014, 10:28
  • Rechtswidrig???

    was für einen Doktor haben sie sich denn gekauft? In jedem Fall sollte man auch ohne einen (Plagiat)Titel in der Lage sein zu lesen und zu verstehen, wann es Friedenspflicht gibt und wann nicht.

    schönen Gruß von
    Dr. Sommer

    Kommentar von: Dr. Sommer - 24.09.2014, 10:35
  • Ahahahaha.

    Rechtswidrig.

    Ahahahaha.

    Wenn der Streik rechtswidrig WÄRE, hätte Amazon längst rechtliche Schritte einleiten können.

    Glücklicherweise hat man aber auch bei Amazon Artikel 9 Absatz 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland gelesen.

    Ihnen, werter Herr Doktor Krüger, empfehle ich die Lektüre ebenfalls!

    Kommentar von: Ruhrpott - 24.09.2014, 10:39
  • Rechtswidriger Streik von VER.DI bei AMAZON GERMANY

    Der Streik ist Rechtwidrig .

    Ich kann AMAZON nur RATEN nach Polen zu gehen.

    Unsere Regierung müsste viel HÄRTER DAGEGEN VORGEHEN.

    Dr. Krueger

    Unternehmens Beratung

    Kommentar von: Dr. Krueger - 24.09.2014, 10:42
  • Dr. Krüger

    hat eine Wiederholungsserie für dummes Geschwätz eingerichtet. LOL
    Unternehmensberater ohne JOB? So wird das nie was Herr Kollege.....

    Kommentar von: Dr. Winter - 24.09.2014, 10:48
  • Vielleicht ist es ja dieser Herr Krüger von Neupack. Der hat auch ständig versucht den Streik bei ihm verbieten zu lassen :D

    Kommentar von: Fisch - 24.09.2014, 10:56
  • BAG verurteilt ver.di zum Schadensersatz wegen rechtswidrigen Warnstreiks

    BAG verurteilt ver.di zum Schadensersatz wegen rechtswidrigen WarnstreiksInhalt abgleichen
    Rechtsgebiet: Arbeitsrecht
    Experte: Prof. Dr. Christian Rolfs

    Universität zu Köln
    20.06.2012

    Das Bundesarbeitsgericht hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zum Schadensersatz verurteilt, weil die Gewerkschaft zu einem rechtswidrigen Warnstreik aufgerufen hatte. Die konkrete Höhe des der klagenden Arbeitgeberin entstandenen Schadens muss jetzt noch vom LAG Berlin-Brandenburg festgestellt werden.

    Warnstreik von ver.di trotz Kenntnis vom Wechsel des Arbeitgebers in die Mitgliedschaft ohne Tarifbindung

    Geklagt hatte ein Unternehmen, das Verpackungen und Packungsbeilagen für Pharma-Produkte herstellt. Die Firma war bis zum 29.03.2009 tarifgebundenes Mitglied im Arbeitgeberverband Druck und Medien Hessen (VDMH). Mit Wirkung vom 30.03.2009 wechselte sie innerhalb des VDMH in eine sog. OT-Mitgliedschaft (Mitgliedschaft ohne Tarifbindung) und wurde zudem Mitglied im Arbeitgeberverband Papier, Pappe und Kunststoff verarbeitender Unternehmen (VPU). Durch Schreiben des VPU vom 19.05.2009 und in einem Gespräch vom 22.05.2009, an dem u.a. der Geschäftsführer der Klägerin und Vertreter von ver.di teilnahmen, wurde ver.di über den Wechsel des Unternehmens von der ordentlichen in die OT-Mitgliedschaft unterrichtet. Trotzdem rief ver.di am 29.05.2009 die Beschäftigten der Klägerin zu einem Warnstreik zur Durchsetzung einer 5%-igen Lohnerhöhung in der Druckindustrie auf. Daran beteiligten sich alle gewerblichen Arbeitnehmer. Die Klägerin hat geltend gemacht, der Warnstreik sei infolge ihres Statuswechsels rechtswidrig gewesen. Sie hat deshalb von ver.di Schadensersatz in Höhe von rund 35.000 Euro verlangt.

    Klage erst in dritter Instanz erfolgreich

    Das Arbeitsgericht und das LAG Berlin-Brandenburg hatten die Klage abgewiesen. Die Revision der Klägerin war jetzt vor dem Ersten Senat des Bundesarbeitsgerichts erfolgreich. Der Warnstreik war rechtswidrig und verpflichtet ver.di nach § 823 Abs. 1 BGB zum Schadensersatz: Wechselt ein Unternehmen während laufender Tarifvertragsverhandlungen innerhalb eines Arbeitgeberverbandes von einer Mitgliedschaft mit Tarifbindung in eine solche ohne Tarifbindung (OT-Mitgliedschaft) und informiert es die Gewerkschaft über diesen Statuswechsel, sind spätere gegen dieses Unternehmen gerichtete Arbeitskampfmaßnahmen zum Abschluss eines Verbandstarifvertrags unzulässig. Zum Zeitpunkt der Arbeitskampfmaßnahme gehörte die Klägerin dem Arbeitgeberverband VDMH nicht mehr als tarifgebundenes Mitglied an. Ihr vorheriger Wechsel in eine OT-Mitgliedschaft war für ver.di hinreichend transparent und damit tarifrechtlich wirksam (BAG, Urt. vom 19.06.2012 - 1 AZR 775/10).

    Kommentar von: Dr. Krueger - 24.09.2014, 11:26
  • Und was soll das mit Amazon zu tun haben? Die sind in keinem Arbeitgeberverband. Sind sie auch nie gewesen.

    Kommentar von: Fisch - 24.09.2014, 11:48
  • Da vergleicht einer Apple mit Osram-Glühbirnen. :-D

    Kommentar von: Ruhrpott - 24.09.2014, 13:11
  • Ist sicher eine sehr erfolgreiche "Unternehmens Beratung" (sic) die der Krüger da hat. :D

    Kommentar von: Fisch - 24.09.2014, 13:20
  • Wunder

    Man stelle sich ein Wunder vor: ver.di kommt durch und die Streikenden bekommen gutes Geld für gute Arbeit. Wer bringt ihnen dann das Arbeiten bei ?

    Kommentar von: Pfingstochse - 25.09.2014, 10:28
  • Wunder

    das war wieder ein Anfall geistiger Umnachtung bzw. kam von einem AG Troll(o) - LOL

    Aber egal, wie wäre es mit einem der idiotischen Managern, die lediglich logistische Zahlen kennen und außer bei Amazon u. Zalando keine Anstellung bekommen würden ;-)

    Kommentar von: Pfingstochse - 25.09.2014, 11:49
  • An die Frühschicht

    Egal welsches Wetter liebe Fruhschicht wir sind keine Schönwetter Streiker .Wir kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen und einen Tariflohn wie ihn Otto, Schwab etc.hat. Liebe Frühschicht ich will kein Wolf werden sondern die Rechte der Wölfe und wenn ihr nicht streikt dann bleibt weiter Schafe mit Rechten von Schafen. Nur das schlimme ihr fallt euern Koll. in den Rücken und bekommt nach langen Kampf auch den Tarifvertrag ich würde mich schämen.Denkt mal drüber nach .Einzelne Finger kann mann brechen aber fünf Finger zur Faust geballt sehr schwer bis gar nicht.

    Kommentar von: Askanier - 25.09.2014, 20:17
  • Dinstanz von meinem Gewaltaufruf

    Ich weiß, dass ich den Kollegen werder meinen Willen, noch den der Gewerkschaft aufzwängen darf. Von meinem Gewaltaufruf und den Beleidigungen behme ich nun Abstand und bitte um Entschuldigung. Ich habe mich von der allgemeinen Aufhetze verleiten lassen.

    Kommentar von: Askanier - 27.09.2014, 07:21
  • Kommentar vom 27.09.2014 07uhr21

    Wer hat unter meinem Namen diese Fälschung reingesetzt dieser Artikel ist nicht von mir.(27.09.2014)

    Kommentar von: Askanier - 27.09.2014, 12:40
  • Wollte schon sagen... welcher Gewaltaufruf? Welche Beleidigungen? Die Pro-Amazon-Trolle werden immer lächerlicher...

    Aber gerade solche Aktionen zeigen, wie verzweifelt die Gegenseite mittlerweile ist, wenn sie es für nötig findet, uns derart zu diskreditieren.

    Kommentar von: Ruhrpott - 27.09.2014, 19:26
  • Allerdings sehe ich es eher so das wir noch hseter gegrn Amazon vorgehen sollten. Wir muessen unsere macht als Verdi zeigen. Verdi ist maechtiger wie Amazon und deswegen machen wir sie platt!!!

    Kommentar von: Ruhrpott - 27.09.2014, 21:13
  • Das sehe ich anders

    Naja das meinte ich jetzt nicht so aber jeder muss ja wissen wie er seine Interessen vertritt!!!

    Kommentar von: Askanier - 27.09.2014, 21:14
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