Es gibt: Leiharbeit – es fehlt: ein Tarifvertrag

Vor Ostern soll es neue Warnstreiks bei Amazon geben

Der Arbeitskampf hält auch nach zwei vollendeten Jahren unvermindert an: Vor Ostern werden die Beschäftigten beim Onlinehändler Amazon erneut in den Streik treten. Den Auftakt machten sie am vergangenen Freitag in Leipzig – dort verteilten rund 150 Streikende Solidaritätspostkarten an die Besucher der Leipziger Buchmesse.

Seit Ostern 2013 kämpfen die Amazon-Beschäftigten zusammen mit der Gewerkschaft ver.di für einen Tarifvertrag. Den bisherigen Höhepunkt gab es 2014 in der Woche vor Weihnachten, als über 2.500 Mitarbeiter an sechs der acht deutschen Standorte in den Ausstand traten. Das Ergebnis waren leichte Verbesserungen für die Arbeiter, etwa ein geringfügiges Weihnachtsgeld, doch der Onlinehändler weigert sich beharrlich, mit der Gewerkschaft zu reden. Nun soll es an sieben Standorten zu Arbeitsniederlegungen kommen.

Am achten Standort in Brieselang bei Berlin, gleichzeitig auch dem neuesten von Amazon, wurde noch nicht gestreikt. Aber auch hier kämpfen Gewerkschafter für grundlegende Rechte. In Brieselang haben vier Mitglieder des Betriebsrates, die im Juni 2014 für eine vierjährige Amtszeit gewählt wurden, keine Verlängerung ihrer Arbeitsverträge bekommen. Seit dem 31. Januar sind sie nicht mehr im Betrieb. Die Betriebsräte klagen auf ihre Wiedereinstellung, damit sie ihren Aufgaben weiterhin nachgehen können. Am 24. März wird es einen Gütetermin beim Arbeitsgericht in Brandenburg an der Havel geben, wo auch eine Protestkundgebung stattfinden wird.

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Von Wladek Flakin

Link zum ver.di Flugblatt 13.03.2015

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