Antwort Amazon

Amazon sieht keine Veranlassung mit ver.di zu verhandeln!

Mit dem Standarttext der auch an anderen Standorten verwendet wird hat die GL in Pforzheim geantwortet. Hier zeigt sich einmal deutlicher, Amazon verweigert grundsätzlich Verhandlungen zum Thema Tarifvertrag.

Amazon Pforzheim sieht "derzeit keinen Anlass", über den von ver.di geforderten Anerkennungstarifvertrag zu den Tarifverträgen des baden-württembergischen Einzel- und Versandhandels Verhandlungen zu führen. Amazon Geschäftsführer Alexander Bruggner verweist in seiner Antwort auf ein entsprechendes Forderungsschreiben der Gewerkschaft darauf, bei Amazon Pforzheim GmbH handelt es sich "um ein Logistikzentrum", "nicht aber um ein Unternehmen des Einzelhandels".

Das ist kein gutes Argument, findet ver.di: Die Tarifverträge, die wir bei Amazon durchsetzen wollen, gelten für sämtliche Betriebe, Zweigniederlassungen und Filialen des Einzelhandels und des Versandhandels. Amazon ist völlig zweifelsfrei ein Versandunternehmen - Logistikdienstleistungen für andere Unternehmen spielen allenfalls eine geringfügige Rolle.

Deshalb sind Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels eindeutig anzuwenden!
ver.di will für ihre Mitglieder den Schutz des Tarifvertrages durchsetzen. Denn Amazon lässt zu deutlich schlechtetren Löhnen länger arbeiten als seine Konkurenten in der Versandhandelsbranche.

Wenn Amazon Tarifverhandlungen verweigert, wird es unweigerlich auch in Pforzheim zu Streiks kommen müssen!

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(C) 2014 ver.di - Fachbereich Handelzuletzt aktualisiert: 29.11.2018