hamburg

Einmal im Jahr treffen sich die Betriebsräte der großen Versandhandelsunternehmen, um sich auszutauschen Entwicklungen zu diskutieren und zu besprechen, mit welchen Problemen sie konfrontiert sind.

Gefehlt hatte bist jetzt aber immer Amazon. Damit sich das ändert waren dieses Mal auch 2 Kollegen vom Standort Bad Hersfeld beim Treffen in Hamburg.

Der Austausch machte klar: Amazon ist in vielen Bereichen Vorreiter; positiv wie negativ.

Während wir uns schon lange mit der Samstagsarbeit abgefunden haben, hält das bei anderen Unternehmen erst jetzt Einzug. Sie hatten bis vor kurzem den Samstag frei. Doch was die Arbeitseinsatzplanung angeht sind wir hier bei Amazon besser dran als die Kollegen. Auch wenn spontane Überstunden und überraschende Schichtabbrüche von perfekt planbaren Arbeitszeiten auch bei uns noch weit weg sind.

Der größte Unterschied liegt allerdings in der Bezahlung. Hier bekommen andere Betriebsräte von ihren Chefs vorgehalten: „Bei Amazon verdienen die Leute viel weniger und schaffen trotzdem gut!“

Das heißt im Klartext, dass Amazon den Konkurrenzkampf auf dem Rücken der Beschäftigten austrägt!
Für uns kann das nur heißen, dass wir zusammen halten und uns dafür einsetzen, dass künftig auch bei Amazon nach Tarif gezahlt wird. Denn nur so stellen wir sicher, dass sich Unternehmen durch Fortschritt statt durch Lohndumping auf dem Markt behaupten.

Fazit: Derzeit ist die Perspektive für die Beschäftigten im Logistikbereich der Branche entweder arm oder krank durch die Arbeit zu werden!

Gutes Geld für gute Arbeit und ein Ende der ständigen Arbeitsverdichtungen wird es  in der Branche nur geben wenn wir uns vernetzen und „Nein“ sagen, wenn man versucht uns gegeneinander auszuspielen. Das Vernetzungstreffen war ein erster Schritt.

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(C) 2014 ver.di - Fachbereich Handelzuletzt aktualisiert: 17.07.2019