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Schon zu Beginn der Frühschicht wurden die Amazonier heute mit Infos zum überzogenen Leistungsdruck empfangen. Mit dabei ein Aufkleber, den sich alle gut sichtbar während der Schicht auf die Kleidung kleben sollten. " Stückzahlen? Ich gebe immer 100%" war die Botschaft. "Endlich passiert mal was, wir müssen ja auch mal loslegen und die Sachen anpacken" sagte ein Kollege. Und so wie ihm ging es vielen, denn allen werden ständig die Stückzahlen gemeldet, als würden sie nach Akkord bezahlt. Die Aktiven aus der ver.di-Betriebsgruppe waren auf jeden Fall sehr zufrieden, dass so viele mitgemacht haben und den Aufkleber während der Schicht getragen haben. Das Signal an die Geschäftsführung ist klar: "Wir lassen uns nicht ruhig stellen, wir wollen echt Verbesserungen."

Durch Stückzahlen versucht Amazon, Druck zu machen. Wer den Abteilungsschnitt nicht schafft, hat schnell ein Gespräch über die eigene Leistung. Aber Kollegen, die weniger oder mehr Units schaffen, wird es immer geben. Sonst gäbe ja keinen Durchschnitt. Niemand ist bei Amazon zu irgendwelchen Stückzahlen verpflichtet, denn in den Arbeitsverträgen steht nichts von Akkordarbeit.

Die Verpflichtung ist nur, dass sie ihre volle Leistung einbringen. Nicht mehr und nicht weniger. Und 100% Leistung sind eben beim Einen mehr und beim Anderen weniger und klar ist auch, dass man nicht jeden Tag die gleiche Leistung bringt.

Wenn dann wie heute wieder vor FRA1 den Krankenwagen stehen sieht, merkt man, dass es wirklich wichtig ist gegen den Leistungsdruck anzugehen.

  • ach, gibts den Krankenwagen also nicht nur im LEJ1 ? gut zu wissen ;-)

    also ist dann doch was am GANZEN system amazon faul ?!

    Kommentar von: amazoni - 11.08.2011, 20:14
  • @amazoni: wie so faul ... interessant ... da passiert was komisches - das kennt so manch einer gar nicht!

    Kommentar von: Esel - 11.08.2011, 22:22
  • Was heißt 100% Leistung? Heißt das nicht auch, dass man die Arbeitszeit auch als solche nutzt und eben nicht die Pausen bzw. das Schichtende "vorzieht", indem man einfach früher unter Vorwänden den Arbeitsplatz verlässt? Heißt das nicht auch, dass man keine Zeit damit verschwendet sich von seinem Arbeitsbereich zu entfernen um den neuesten Klatsch auszutauschen? Wie gerecht ist solches Verhalten denen gegenüber, die sich Mühe geben und kontinuierlich arbeiten? Wenn es Leute gibt die trotz starker körperlicher Beeinträchtigungen problemlos die so verpönten 100% des Schnitts erreichen, dann muss ich mich fragen wer sich wirklich mit dieser Aktion identifizieren soll. Ich verstehe durchaus, dass keiner unter Druck arbeiten möchte, aber ich befürchte dass viele solche Kampagnen auch als Grund sehen könnten, sich auf die sprichwörtliche "faule Haut" zu legen.
    Für den Arbeitgeber und auch für ver.di dürfte es schwer sein die zu erkennen, die die Unterstützung verdienen und die zu entlarven, die nur auf den Zug aufspringen um möglichst wenig tun zu müssen.

    Nur damit mal nicht nur Jubelschreie hier erscheinen :)

    Kommentar von: Furunkel - 11.08.2011, 23:40
  • @ Furunkel: verdi fordert doch mit keiner Zeile, das Schichtende vorzuziehen, unter Vorwänden den Arbeitsplatz zu verlassen oder ähnliches, ganz im Gegenteil. Es ist aber doch bestimmt nicht Aufgabe der Gewerkschaft die "faulen Eier" herauszusuchen. Das ist Sache des Arbeitgebers. Übrigens, wenn alle 100% des Durchschnitts machen sollen, dann müssten ja einige langsamer arbeiten... Der Durchschnitt ergibt sich nun mal daraus, dass die einen langsamer sind und die anderen schneller, was verschiedene Gründe hat (wenn man beim Picken z. B. den halben Tag auf ein Cart warten muss o. ä.). Fakt ist, dass nicht jeder über dem Durchschnitt arbeiten kann. Fakt ist auch, dass der Durchsschnitt sich erhöhen würde, wenn die "Langsamen" schneller werden und die "Schnellen" ihr Niveau halten. Wo soll das enden?

    Das abzuarbeitende Volumen und damit der Leistungsdruck wächst stetig und zwar ganz real, nicht nur subjektiv gefühlt. Die Reallöhne aller Gehaltsstufen sind aber gesunken. Ist das fair?

    Mit dieser Aktion sollte sich mindestens jeder identifizieren, der sich jeden Tag den Streß gibt sich in den ewig langen Schlangen bei Amazon anzustellen (dabei wertvolle Freizeit und Pausenzeit opfert), 7,5 Stunden vernünftige Arbeit abliefert und sich dann auch noch "seine Zahlen" anhören muss, obwohl von Zahlen nichts im Arbeitsvetrag steht. Hinzu kommt noch, dass man ja nicht nur Zahlen liefern muss, sondern doch auch Qualität! Je schneller man arbeitet, desto mehr Fehler passieren und das bekommt man dann auch aufs Brot geschmiert. Also wie denn nun?

    Amazon wächst doch ohne Ende und zwar aufgrund der Leistung die WIR erbringen. Über "schlechte" Zahlen dürfte sich daher eigentlich keiner aufregen...

    Kommentar von: Joe Hill - 12.08.2011, 08:57
  • richtig schlecht finde ich, dass so viele unter uns für einenTag Überstundenabbau entweder einen zusätzlichen Tag reinkommen sollen oder einen Tauschpartner bringen sollen. Das geht jetzt schon lange so.

    Warum soll ich ständig Überstunden machen und kann sie nicht mal teilweise nach meinen Wünschen abbauen. Immer muss ich begründen, warum ich frei brauche, das sehe ich nicht mehr ein. Wenn ich Überstunden mache, gebe ich mehr als 100%
    Viele Kollegen geben mir Recht und wollen auch keine Überstunden mehr machen.
    Darüber redet bisher keiner, wird mal Zeit.

    Kommentar von: Packer - 13.08.2011, 05:23
  • @Furunkel: Ich hätt's nicht schöner schreiben können.

    Kommentar von: L-AP 5 - 13.08.2011, 10:07
  • Ich helfe doch immer gern. :)

    Kommentar von: Furunkel - 13.08.2011, 23:56
  • Amazon muss schon sehr viel Angst vor Ver.di haben, sonst würde man nicht immer wieder die braven Soldaten hier gegen den Protest vorschicken. Ist doch wohl sehr offensichtlich aber irgendwie auch witzig :-) :-) :-)

    Kommentar von: Arbeiter - 14.08.2011, 04:39
  • So sehr viele haben sich scheinbar nicht getraut den Aufkleber zu tragen... (meinen Respekt dehnen die es taten!)oder ist die Angst vorrangiger irgendwie die Zahlen "derber um die Ohren zu bekommen!". Gut das es aber auch Leute gibt die dazu stehen und einen Sinn für Solidarität haben - die Geschichte zeigt immer wieder - es braucht einige Zeit um verstanden zu werden... denn es wird immer wieder Gewinner und Verlierer geben und welche die für sich und andere einstehen - "Spartacus" und sein gleichnamiger Aufstand fällt mir da ein ...

    Kommentar von: Esel - 14.08.2011, 06:51
  • @arbeiter, wenn man dich und deine Verdi-Abhängigen immer so ließt muss man sich doch mal fragen, ob ihr auch mal andere Meinung akzeptieren könnt. Nicht jeder der ne andere Meinung hat ist vom AG geschickt. Das grenzt an Verfolgungswahn. Weiterhin hat Furunkel durchasu recht, AN sollten nicht immer sehen was sie für Rechte haben und auch mal ihrer Pflichten anschauen, da steht eben nicht drin, dass man sich 15min den Klatsch und Tratsch des letzen WE austauschen soll, oder kannst du mir mal die Worte ARbeitszeit und Pause definieren. ich hab bisher noh kaum einen gesehen der wirklich durchgearbeitet haben, ja es gibt sicher welche, aber die kannst du an einer Hand abzählen. Ich habe auch nicht gegen Irgendwelche Aktionen von Verdi, nur die Mitarbeiter haben das schon als Aufruf zur Schlechtleistung verstanden, den das waren die Aussagen der Mitarbeiter, obwohl sie auch gesagt haben, dass sie schon lange keine Zahlen gesagt bekommen haben. Hört doch endlich mal auf in einer Welt zu leben wo euch alle was böses will.
    @joe Hill, was kann Amazon dafür das das Leben immer teuerer wird? das musst du mir mal erklären.

    Kommentar von: Der Weihnachtsmann - 14.08.2011, 19:16
  • @Weihnachtsmann, fühlst Du Dich angesprochen? Anscheinend ;-)
    Deine Unterstelleungen bringen Dich hier nicht weiter, Du hast nun mal Deine Meinung und ich habe meine.
    So zu tun, alls wenn alle Kollegen ihre Pflichten nicht kennen würden und wie Du schreibst
    "15min den Klatsch und Tratsch des letzen WE austauschen soll, oder kannst du mir mal die Worte ARbeitszeit und Pause definieren",
    grenzt allerdings schon an einer fixen Idee. Es gibt überall solche und solche und niemand, auch ich nicht behauptet, dass dies richtig ist.
    Wenn es Dir nicht passt, dass die Kollegen zuviel während der Arbeitszeit quatschen, dann geh doch zum Chef und beschwer Dich oder besser noch, rede mit den Kollegen selbst.
    Warum schreibst Du denn nicht mal ewas über die nahezu dauerhaften Verfehlungen des AG? Fällt Dir dazu nichts ein? Dann frag mal Deine Kollegen, denen fällt dazu jede Menge ein!
    Dein Gejammere hilft hier keinem und führt zu keinem Ziel, außer dass wegen Deiner Einprügelei auf Kollegen und ver.di, ein sehr zweifelhafter Eindruck bestehen bleibt.
    Wieso haben die Mitarbeiter die Ver.di Aktion als Aufruf zur Schlechtleistung verstanden?
    Du hast sie so verstanden, Du sprichst hier für Dich und nicht für die Kollegen. In Deinen Beiträgen geht es nahezu ausschließlich um Behauptungen. So gut wie nichts ist davon beweisbar, von daher alles nur Stimmungsmache..................
    Mein Interesse zu Deinen Stories hällt sich inzwischen in überschaubaren Grenzen und muss von mir auch nicht weiter kommentiert werden.
    Deine Meinung sei Dir gegönnt ;-)

    Kommentar von: Arbeiter - 15.08.2011, 04:07
  • @Weihnachtsmann: Amazon kann nichts dafür, dass die Preise steigen (obwohl die Preise bei Amazon in den letzten 5 Jahren doch auch gestiegen sind...). Aber mit den Preisen für Lebensmittel, Wohnraum, Kleidung und Transportkosten (=Reproduktionskosten) muss logischerweise auch der Preis für die Ware Arbeitskraft steigen. Ansonsten wird es schwierig für Amazon gute Leute zu finden (wie wir zur Zeit ja auch sehen...).

    Außerdem muss mal folgendes klargestellt
    werden: Du nimmst die wenigen negaitven Beispiele, pickst die "faulen Eier" raus und machst daraus die Regel. Es ist eben nicht die Regel, dass die Mitarbeiter bei Amazon faul sind und schlechte Leistung bringen. Die guten Geschäftsergebnisse beweisen das Gegenteil! Verdi vertritt nicht jene, die keine Leistung bringen wollen, sondern jene, die gute Leistung bringen und dafür eine vernünftige Bezahlung verdienen.

    Mal eine konkrete Frage an Dich: Möchtest Du mehr Lohn oder nicht? Ich persönlich denke, ich bin es meiner Familie schuldig ein paar Kröten mehr nach Hause zu bringen. Hast Du eine konkrete Idee, wie wir dies ohne die von Dir so verhasste Gewerkschaft erreichen können (abwarten und nichts tun hat bisher ja nicht so toll funktioniert)?

    Kommentar von: Joe Hill - 15.08.2011, 08:16
  • Noch ein kleiner Nachschub @ Weihnachtsmann: Ich finde es ja gut, wenn das Vorgehen der Gewerkschaft kritisiert wird, denn daraus können wir ja im besten Fall lernen, es besser zu machen. Daher würde ich Dich künftig bitten mehr konstruktive Kritik einzubringen. Bisher ist ja das Fazit aus Deinen Beiträgen, dass wir es ganz lassen sollten. Ich verspreche Dir aber, dass das nicht passieren wird. Wir sind da und lassen nicht mehr locker! Also was könnten wir denn Deiner Meinung nach besser machen? Wie würdest Du vorgehen?

    Kommentar von: Joe Hill - 15.08.2011, 08:22
  • Na schätzen wir mal: Wieviele, von den mehr als 3000 MA, nicht nach den in ihrem Arbeitsvertrag geforderten Leistungen arbeiten?
    1%

    Ich sage: 99 % arbeiten aber nach besten Wissen und Gewissen!! ... und davon mehr als sie gesundheitlich und moralisch vertreten können!

    Es ist immer sehr beliebt, die in den Fokus zu setzen die aus der Reihe "tanzen" egal ob im positiven oder negativen Beispiel für den Arbeitgeber!

    Kommentar von: Esel - 15.08.2011, 09:03
  • @Arbeiter, mit deinen sinnfreien und auch haltlosen Behaupptungen brauchst du mir echt nicht kommen und disqualifizierst dich in einer doch recht sachlichen Disskusion selber. Joe Hill kann doch auch ordentlich schreiben, wieso du nicht? Wie du in anderen Zeilen bei anderen Disskusion schon schriebst bist du schon lange nicht mehr bei Amazon arbeiten gewesen, Ich hoffe deiner Krankheit wird mit der Zeit heilen und du bist wieder Für ALLE Aktivitäten einsatzfähig, und da behauptest du, dass du weist welche Reaktionen die Mitarbeiter hatten? Ich hab sie nicht so verstanden, sie haben es direkt so gesagt, aber das kann man von zu Hause aus nun mal nicht mitbekommen. Junge Junge was für ein Hellseher. Und noch ne Frage wieso sind Arbeitgeber alle gleich und bei Mitarbeitern gibts solche und solche? Versteh ich nicht.
    Ich lese auch in deinen Zeilen das ich schon ein bisschen Recht hatte mit dem Satz ihr sollt nicht immer so tun als wöllten euch alle böses. Mir scheint der Herr hat das Anrecht auf die einzig wahre Meinung, Gott ist mir schlecht, ich akzepiere ja auch deine Meinung, kannst du das auch?

    So nun zur sachlichen Disskusion:
    @ Joe Hill, dass ist schon richtig, nur wenn der Staat nicht mal langsam den Riegel der Preistreiberei zieht, wird sich die Schraube immer weiter drehen. Also Wir mehr Geld => dadurch Höhere Preise => wir dadurch mehr Geld usw, mann kann auch anderes herum anfangen.
    Ihr sagt immer, dass es nur wenige sind die Faule sind, ich will jetzt weis Gott nicht behaupten es sind alle, nur sind es vielleicht doch mehr als man denken möchte. Und das Verdi immer nur die vertritt die immer Leistung bringen und dafür mehr Geld haben wollen ist so auch nicht immer ganz richtig, aber Gott sein dank => nur Ausnahmen ;)
    Irgendwie hast du mich da ein bisschen falsch verstanden, ich hasse nicht die Gewerkschaften, warum auch die haben mir bisher nicht getan. Leider bin ich der Meinung das die Repräsentanten irgendwie an der Wirklichkeit vorbeileben. Ich meine immer wieder die selben Parolen seit Jahrzehnten schon, das erinnert mich stark an das Politbüro der SED.

    Gruß

    Kommentar von: Der Weihnachtsmann - 15.08.2011, 18:12
  • Der Weihnachtsmann scheint wohl ein richtiger Musterangestellter zu sein! Jemand der alles besser kann und weiß, als seine Kollegen und die Gewerkschaften. Welch ein unglaubliches Talent!

    Übrigens, ver.di ist überparteilich! Dein Vergleich mit der SED ist entweder Ausdruck von totaler Inkompetenz oder einfach nur gezielte Provokation!

    Kommentar von: Daniel - 15.08.2011, 19:04
  • ja Daniel, der Kollege dreht sich die Dinge hin, wie er sie gerade braucht. Die unglaubliche Sachlichkeit gepaart mit einer gehörigen Portion Selbstgefälligkeit ist kaum zu toppen.
    Ich soll jetzt schon seit langem krank sein, ich glaube hier ist nur einer krank und das bin nicht ich ;-)

    schönen Abend noch

    Kommentar von: Arbeiter - 15.08.2011, 19:20
  • @alle im Forum - so und ich bin der Meinung das jeder seine Meinung sagen darf und soll - ohne sich Pippi ins Höchschen zu machen und sich mal mit etwas Gewerkschaftsgeschichte befasst. So kann man auch verstehen wie sich auch so eine Aktion von Verdi und ihren Mitgliedern entwickelt und zustande kommt - Geschichte wiederholt sich aber immer auf einem andern Niveau. Zwei Klassen in der Arbeitswelt stehen im Konflikt und jede Seite sucht nach Lösungen - am besten irgendwann gemeinsam. Entweder man schaut bei Unwissenheit bei Wikipedia vorbei oder man hat eine Allgemeinbildung die über "Alidi" und"Schnäppchen hinausgeht. Aber mit Geschichte befasst sich keiner auch wenn er es sich auf die Fahne schreibt!


    1848/49 bzw. 1865: Die ersten Gewerkschaften (Wikipedia)
    Waren im Vormärz noch die Arbeitervereine die Vertreter der Arbeiterklasse, entstanden im Verlauf der Revolution 1848/1849 erste Gewerkschaften auf nationaler Ebene, die sich in der Tradition der Zunftverfassung auf einzelne Berufsgruppen beschränkten.

    Kennt jemand den "Aufstand der Weber" - erste "Arbeitnehmervereinigung"

    Dito ...

    In den wachsenden Großstädten entstanden nach dem Druckerverband (1849) Berufsverbände der Zigarren-, Textil- und Metallarbeiter, der Bergleute, Schneider, Bäcker, Schuhmacher und der Holz- und Bauarbeiter.

    Die Association der Zigarrenarbeiter Deutschlands in Berlin gründete sich 1848. Sie fand schnell in 40 weiteren deutschen Städten eher kurzlebige Nachahmer. Der Allgemeine Deutsche Cigarrenarbeiter-Verein, gegründet 1865 in Leipzig (Mitgründer und Präsident war Friedrich Wilhelm Fritzsche) war die erste zentral organisierte Gewerkschaft in Deutschland. Sie wurde zum Vorbild vieler neu gegründeter Gewerkschaften und ist eine Vorläuferorganisationen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten.

    Kommentar von: Esel - 15.08.2011, 21:53
  • Furunkel und Weihnachtsmann geben übrigens gute Hinweise über ihre betriebliche Herrkunft, Kollegen. Seht Euch mal die Eingabezeiten und die vergleichbaren Inhalte an.
    Ich hab mit einigen anderen Kollegen schon überlegt, wer das sein könnte. Alle sind sich einig, es kann sich nur um vorgeschickte Manager handeln. Die versuchen hier Stimmung zu machen und den anderen Kollegen den Mut zu nehmen, etwas zu schreiben.
    Das ist nach meiner Kenntnis einhellige Meinung.
    Ständig zu behaupten, wir/ich würden deren Meinung nicht akzeptieren spricht ebenfalls dafür, hier wird versucht Aktionen von ver.di lächerlich zu machen und diverse Kollegen gleich mit. Es bleibt dabei, jeder hat das Recht auf freie Meinungsäußerung, daher liebe Mitstreiter, scheut Euch nicht, nur weil einige Trojaner gegen die Sache Stimmung machen wollen.

    Habt Ihr übrigens den Beitrag vom Packer gelesen, das ist doch wohl ein größeres Problem, oder? Dazu äußert sich niemand, merkwürdig??? ;-)

    Kommentar von: Arbeiter - 16.08.2011, 04:07
  • @ Arbeiter, jetzt merkt man aber wirklich deinen Verfolgungswahn. Ist dir es jetzt echt wichtiger herauszufinden, wer Furunkel und ich bin, als mal ordentliche Argumente zu bringen und auch unsere mal zu akzeptieren?
    Ich hoffe deine Recherche finden den von dir erhofften Erfolg, ist aber nicht Ziel dieser Disskusion. Sarkasmus an: "ich lebe nur dafür, dich und deine Verdi-Genossen lächerlich zu machen und erhalte pro Beitrag 1000 Zloty in Forumschecks von Amazon" Sarkasmus aus
    @Daniel, weder noch. Hast scheinbar meinen Beitrag nicht Verstanden.

    @ Esel guter Beitrag, ich hab nichts gegen Gewerkschaften, finde sie notwendig und richtig. Nur sollte man sich auch mal an die Gegebenheiten der Gegenwart anpassen und nicht Parolen des 19ten Jahrhundert wiederholen.

    Kommentar von: Der Weihnachtsmann - 16.08.2011, 07:46
  • @ Weihnachtsmann: Wieso steigen die Preise, wenn wir mehr Geld bekommen bzw. wenn wir bei Amazon nach Tarif bezahlt werden? Andere zahlen doch auch nach Tarif und soweit ich weiß gibt es keinen Zusammenhang zwischen Inflation und Tarif. Inwiefern der Staat in einer Marktwirtschaft die Preise beeinflussen kann ist auch fraglich, das hat aber mit unserer Situation bei Amazon nichts zu tun. Fakt ist, mein Leben wird teurer und um meine Arbeitskraft zu reproduzieren brauche ich mehr Geld.

    Verdi vertritt natürlich die, die gute Arbeit leisten. Es gibt nicht eine Veröffentlichung von Verdi wo zur Faulheit aufgerufen wird. Wenn einige die Aufrufe der Gewerkschaft falsch interpretieren ist das nicht das Problem von Verdi und bestimmt kein Grund solche Aktionen zu unterlassen. Vielleicht gibt es mehr Faule als man denkt, aber es sind immer noch so wenige, dass sie keine Rolle spielen bzw. dass die Gewerkschaft darauf Rücksicht nehmen müsste.

    Welche Repräsentanten von Verdi leben an der Wirklichkeit vorbei? Meinst Du etwa die Verdi Aktiven bei Amazon? Und von welchen immergleichen Parolen schreibst Du? Die Forderung nach mehr Lohn?

    Wenn Du weißt wie man es besser machen könnte und eine realistischere Sicht auf die Verhältnisse bei Amazon hast, als die Kollegen von Verdi, dann bitte ich Dich um konstruktive Vorschläge....

    Kommentar von: Joe Hill - 16.08.2011, 08:14
  • @Arbeiter und andere
    "Furunkel und Weihnachtsmann geben übrigens gute Hinweise über ihre betriebliche Herrkunft, Kollegen. Seht Euch mal die Eingabezeiten und die vergleichbaren Inhalte an..."

    Das finde ich schon schlimm, wenn Du so argumentierst. Das schreckt mehr ab als der Blödsinn der von beiden verzapft wird! Sicher könnte man sich darüber aufregen, aber solche "Trojaner" tangieren mich nur in sofern, dass sie keine wirkliche Ahnung haben was um sie herum passiert! Sie sind mit Sicherheit nicht lang genug da um das zu beurteilen oder zu lange und betriebsblind.
    Und eines können wir uns ganz gewiss sein - dieser Trade wird von vielen MA gelesen, leider nicht kommentiert - aber diese Kollegen (möglicherweise auch "Trojaner) haben mit Sicherheit ihre Gründe dafür. Nicht jeder hat den Mut und nicht jeder ist sich seiner Sache die er vertritt so sicher wie Du oder andere hier. - und Gründe dafür gibt es reichlich -

    Deshalb wird es die Ausdauer einiger Wenigen bedüfen um zu sensibilisieren. Die Reihen derer die zwar Veränderungen wollen aber noch nicht - den für sich ersten Schritt tun - sind mit Sicherheit noch nicht geschlossen.
    Je länger man sich im Hintergrung hält um so länger dauert es bis sich etwas verändert - das an alle "Schläfer" hier. Es geht um etwas wichtiges, es geht um Arbeitsbedingungen, um Leistungsdruck ... vorallem um Unzufriedenheit mit dem, was mit jedem passiert wenn er nicht so funktioniert wie es so manche vorschreiben. Der Anteil der MA die sich nicht nur an die Rechte des Arbeitnehmer halten, sondern Tag für Tag ihrer Pflicht nachgehen, muss es doch ein Schlag ins Gesicht sein, wenn ihnen durch Leute wie Weihnachstmann und Furunkel bescheinigt wird - das Verdi nur die "Faulen" vertritt?! Zumindest verstehe ich das so und ich bin schon lange in der Gewerkschaft und kenne auch Leute von Libri die beigott nicht "fauler "sind als die von amazon ;-)
    Und für die, die immer noch Bedenken haben - wer bei Verdi Mitglied wird bekommt den Beitrag nicht vom Gehaltskonto abgezogen - bei VW ist das Praxis und nicht mal die Chefs stöhrt das ... ;-) Hrrrr... lasst Euch nichts einreden! die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft in DE ist seit mehr als einem Jahrhundert Tradition.
    Mir gefällt auch nicht alles was meine Gewerkschaft intern betreib, darüber kann man aber offen sprechen, wichtig ist mir aber das meine Gewerkschaft Autonomie besitzt und verhandeln kann, damit mit den arbeits/sozialen Bedingungen und dem Lohn an meinem Arbeitsplatz etwas passiert!
    Versprechen kann keiner was weder AG noch die Gewerkschaft, aber die Gwerkschaften können mit den AG verhandeln was Du als Einzelner AN nur bedingt kannst!
    Wofür haben unsere Väter und Mütter, Großväter und Großmütter gekämpft - damit heute im laufe der Globalisierung das Recht auf Arbeit, Freizeit und angemessen Lohn mit Füßen getreten wird? mfg

    Kommentar von: Esel - 16.08.2011, 09:07
  • @ Weihnachtsmann: Ich verstehe Deine Beiträge besser, als Dir lieb ist. Der Arbeiter und viele andere von uns bringen die ganze Zeit ordentliche Argumente! Du kannst oder willst diese einfach nicht wahrhaben.

    An und für sich ist es uns wurscht, wer Du bist. Allerdings frage ich mich, ob Du diesen ganzen Unsinn auch im Betrieb von Dir gibst und den Mut hast, uns all das ins Gesicht zu sagen?

    Du sagst, dass Du Gewerkschaften richtig und notwendig findest. Da können wir Einigkeit konstatieren. ;-) Sag uns doch bitte, welche Politik ver.di bei amazon betreiben sollte, damit es Deiner Vorstellung von Gegenwart entspricht? Was sollten ver.di und ihre Mitglieder Deiner Meinung nach tun, damit Du es richtig findest? Oder anders herum: Was findest Du an unseren Forderungen richtig und was falsch? Ich will jetzt ganz konkrete Vorschläge von Dir lesen. Wenn Du Ideen hast, dann können wir weiter reden.

    Kommentar von: Daniel - 16.08.2011, 10:20
  • @ nein Daniel du verstehst sie eben nicht, sonst würdest du ja mal drauf eingehen und nicht immer da selbe erzählen, nämlich "wir haben Recht und alle die was anderes sagen sinddoof und bescheuert", das ist die grundaussage die ich bei texten von Arbeiter, Dir und den anderen herauslese. Weiterhin muss mir nochmal einer erklären, was schreiben seiner Meinung mit Trojanern zu tun hat? Ihr könnt und wollt keine Meinung neben eurer Akzepieren und was soll es bringen euch diese in der Realität zu sagen? Garnichts!
    Daniel mit dem Satz :"Du kannst oder willst diese einfach nicht wahrhaben. " hast du dich für eine sachlich Disskusion disqualifiziert, den das ist keine Disskusion sondern ein runterbeten eurer Meinung.
    Weiterhinhabe ich, ausser dem selben was ich dir vorwerfe, noch nicht vom Arbeiter gelesen was an sachlichen Argumenten erinnert.
    Mir scheint leider bei euch ist Hopfen und Malz verloren, weil auch ihr immer dass selbe von euch gebt, noch keins eurer Argumente hat mich dazu gebracht anders zu denken.
    @ Joe, ich meinte Sommer und Bzirske z.B.
    Ich werde sicher nicht die Arbeit von Ver.di machen und Argument für ein besseres Leben machen ;)

    Kommentar von: Der Weihnachtsmann - 16.08.2011, 11:46
  • @Weihnachtsmann

    Wo bist Du stehen geblieben, bei Deiner Arbeit im Unternehmen?! Ich gehe davon aus das Du ein Mitarbeiter bist ...

    Davon gehe ich jetzt mal aus!
    Du hast eine Recht auf freie Meinungsäußerung! So wie ich oder auch arbeiter und all die anderen! Ich kann aber von mir selbst nicht erwarten, dass andere mich verstehen, wenn ich versuche selbst zu dogtrieren. Wie wäre es mal mit einer Gesamteinschätzung Deines Arbeitsumfeldes und der Kollegen ...

    Du gibst mir Recht wenn ich von dem Sinn der Gewerkschaft und ihrer Entstehung schreibe, aber im gleichen Atemzug verurteilst Du die "Floskeln" aus dem 19 Jahrhundert oder der gesamten Geschichte. In Ordnung - aber sie sind eben immer noch aktuell - pech! Nur wie Du sicher auch gelesen hast - Das Niveau - ist ein anderes. Selbst Marx' Theorien zu "Verkauf der Arbeitskraft" und dem ganzen anderen immer noch aktuellen Schnick Schnack dazu - wird heute nur mit anderen Anglismen beschrieben.
    Gesellschaftliche Entwicklungen sind eben auch nicht an den Gewerkschaften vorbeigezogen - Sie haben, ungeachtet von Personen einen Auftrag zu erfüllen. - Für mich die Unterstützung der Arbeitskraft im Kampf um ihre Belange und ein angemessenes Leben in Gesunheit, Lebenslust und Spass an der Arbeit.
    Und das ist nun mal ein Klassenkampf.

    Deine Meinung ist aber auch ein "Runterbeten" von Sprüchen die viele hier schon lange kennen - und rate mal von wem sie die schön gehört haben?
    Ich versuche sachlich zu bleiben und bitte Dich doch mal unser Betriebsklima zu analysieren mit den Blick darauf was die Arbeitnehmer in diesem Unternehmen so alles geleistet haben und vorallem unter welchen Bedingungen.
    Erst einführen dann anweisen und scheitern und wenn nichts mehr geht das Rad neuerfinden! - Als ganz einfach bestehende Gesetzmäßigkeiten zu nutzen es von Anfang an richtig zu machen! Ich glaube dann gäbe es solche "bösen Diskussionen nicht"
    mfg

    Kommentar von: Esel - 16.08.2011, 12:32
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